Mein innerer Nazi

Ich schaue mir die Welt an und sehe Formen und Farben in einer Vielzahl, die ich kaum begreifen kann.
Sie sind wunderschön.
Doch da sind Menschen, die das nicht so sehen und insgesamt nicht mehr sehen wollen. Und gerade fühlt es sich so an, als würden es immer mehr werden.
Manchmal wäre ich gerne woanders.

Ich sehe an mir herab und was ich sehe, ist weiß – und damit gut?
Meine Haut ist ein Privileg, das ich erhielt, einfach so ohne mein Zutun. Und solange ich meinen alten Pass nicht hervorkrame, erfährt niemand, dass ich nicht nur deutsch bin.
Tue ich es doch, kommen die Klischees aus meiner ersten Heimat gleich mit und meist nicht unbedingt die freundlichsten.

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